
Freibad-Saisonfinale: wer hat noch wie lang offen?
27. August 2026Das solltet ihr beim Schwammerl suchen in Tirol wissen!


Hochsaison für Eierschwammerl, Steinpilze, Parasole und Co! Nach mehreren Regentagen sprießen die Schwammerl jetzt in Tirol endlich. Zur Erinnerung findet ihr hier alle aktuellen Regeln und Tipps rund ums Schwammerl suchen in Tirol!
Schwieriger Start, jetzt gute Bedingungen
Die Hauptsaison für Speisepilze beginnt in Tirol meist im Sommer und erreicht ihren Höhepunkt zwischen August und Oktober. Besonders nach feuchten Wetterphasen und anschließend milden Temperaturen schießen viele Pilzarten förmlich aus dem Boden. Pilz-Experten empfehlen deshalb, einige Tage nach ergiebigen Niederschlägen auf Pilzsuche zu gehen. Feuchte, moosige Waldstücke, Lichtungen und Waldränder gelten als besonders vielversprechende Fundorte.
Aufgrund der sehr langen Trockenheit und mehreren Hitzewellen war der Start in die Schwammerlsaison in Tirol heuer eher schwierig. Durch deutlich mehr Regen Ende August gibt es aber jetzt einen Aufschwung bei den Pilzen und für Schwammerlsucher deutlich mehr zu finden.
Diese Regeln gelten in Tirol
Wer in Tirol Pilze sammeln möchte, sollte die Tiroler Pilzschutzverordnung kennen. Sie schützt die Bestände und soll verhindern, dass Pilze übermäßig geerntet werden. Erlaubt ist das Sammeln von wildwachsenden, essbaren Pilzen täglich zwischen 7:00 und 19:00 Uhr. Pro Person dürfen dabei maximal zwei Kilogramm Pilze pro Tag mitgenommen werden.
Verboten sind hingegen:
- das mutwillige Beschädigen oder Zerstören von Pilzen,
- das Sammeln von mehr als zwei Kilogramm pro Person und Tag,
- die Verwendung von Rechen, Haken oder ähnlichen Hilfsmitteln,
- organisierte Pilzsammelveranstaltungen.
Zusätzlich können Waldeigentümer das Sammeln auf bestimmten Flächen einschränken. Auch in Schutzgebieten können besondere Vorschriften gelten.
Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen Strafen – je nach konkretem Fall sind die aber unterschiedlich, der Strafrahmen beträgt bis zu 150 Euro. In gravierenden Fällen sind sogar bis zu 730 Euro Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einer Woche möglich.
Sicherheit geht vor
Besondere Vorsicht ist bei der Bestimmung der Pilze geboten. Viele giftige Arten sehen beliebten Speisepilzen zum Verwechseln ähnlich. Deshalb sollte nur gesammelt werden, was man eindeutig kennt. Wer unsicher ist, kann auf Pilzberatungen zurückgreifen. Die Stadt Innsbruck und Tiroler Pilzvereine bieten entsprechende Informationen und Unterstützung an.




