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8. Mai 202610 Tipps für die Begegnung mit Weidetieren


Nach der tödlichen Kuhattacke in Osttirol findet ihr hier Tipps für das richtige Verhalten. Besonders Familien und Wanderer mit Hunden sollten achtsam sein.
10 goldene Regeln für die Begegnung mit Weidevieh:
1. Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten.
Gebt den Tieren Raum. Direkter Kontakt kann zu Missverständnissen führen und ist für alle Beteiligten zu vermeiden.
2. Ruhig verhalten, Weidevieh nicht erschrecken.
Laute Geräusche oder hektische Bewegungen können die Tiere beunruhigen. Bewegt euch achtsam und gelassen durch die Weidegebiete.
3. Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden.
Besonders die Kälber verleiten oftmals zum Streicheln. Mutterkühe sehen die Annäherung aber möglicherweise als Bedrohung für ihren Nachwuchs und möchten ihn verteidigen. Deshalb besser von den Jungtieren Abstand nehmen – eine Kuhherde ist generell nicht mit einem Streichelzoo zu verwechseln.
4. Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen.
Hunde können von den Rindern als Bedrohung wahrgenommen werden. Deshalb zur Sicherheit an die Leine nehmen und nicht auf den Weiden auf Erkundungstour schicken. Droht jedoch Gefahr, lasst euren Hund frei. Er kann schneller fliehen, und indem er sich entfernt, lenkt er die Aufmerksamkeit der Tiere von euch ab.
5. Wanderwege auf Almen und Weiden nach Möglichkeit nicht verlassen.
Bleibt auf den ausgewiesenen Wegen, um Tiere und sensible Naturräume zu schützen und unerwünschte Konfrontationen zu vermeiden.
6. Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen.
Versucht nicht, die Tiere zu vertreiben. Umgeht die Herde großzügig, idealerweise in einem weiten Bogen.
7. Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen.
Sollten die Tiere auf euch zukommen, bleibt ruhig und dreht den Tieren nicht den Rücken zu. Weicht langsam und besonnen aus, ohne Hektik.
8. Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen.
Alarmsignale sind ein Senken des Kopfes sowie Scharren oder Brüllen. In einem solchen Fall Ruhe bewahren und die Weide mit Blick auf die Tiere verlassen.
9. Zäune beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren.
Zäune markieren Grenzen und dienen der Sicherheit von Mensch und Tier. Achtet darauf, Tore immer wieder sorgfältig zu schließen.
10. Begegnet den arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt.
Almen sind Lebens- und Arbeitsraum. Ein respektvolles und rücksichtsvolles Verhalten ist die Grundlage für ein unvergessliches und sicheres Bergerlebnis für alle.



