Nicht vergessen: Am Sonntag ab 16 Uhr: WAHL SPEZIAL bei LIFE RADIO- eine Sondersendung zur NR-Wahl und Olympia-Abstimmung in Tirol!

Wisst ihr schon, wo ihr am 15. Oktober euer Kreuz macht? Der Wahlkampf zur Nationalratswahl steuert auf den Höhepunkt zu. Unzählige Konfrontationen, Diskussionen und Plakatwellen können es schwierig machen, den Blick für die wichtigsten Inhalte zu behalten. Wir wollen euch helfen, einen Überblick über die verschiedenen Positionen und einen Eindruck von den Spitzenkandidaten zu bekommen. 16 Parteien stellen sich diesmal der Wahl. Wir haben uns dafür entschieden, hier die fünf Parlamentsparteien vorzustellen. 

Christian Kern (SPÖ)

Als Kind wollte ich immer…
…Fußballprofi werden. War nix.

Wenn ich in einem Kinofilm mitspielen könnte, würde ich…
…in einem Woody Allen Film vorzugsweise mitspielen. Also eher ein satirisches Fach.

Wenn ich ein Tier wäre wäre ich…
Hab ich mir noch nie die Frage gestellt. Am liebsten hätte ich etwas elegantes.

Wenn ich nicht Politiker wäre, wäre ich…
Es gibt so viele spannende Dinge im Leben. Ich hab lange Zeit in Unternehmen gearbeitet, kann mir vorstellen, auch eines Tages 
als Lehrer zu arbeiten oder vielleicht Kinderbücher zu schreiben.

Einen Tag tauschen würde ich gerne einmal mit…
Das ist die alte Leidenschaft… mit David Alaba.

Am liebsten in den Urlaub fahre ich mit…
…eindeutig meiner Frau und meinen Kindern

Meine liebste Handy App ist…
…runtastic, passt gut zu Oberösterreich. Ich bin ein Großanwender – tolles Produkt. Ich hab die Lauf-App und runtastic results, 
da kann man seine individuellen Workouts machen. Coole Sache.

Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen…
…das letzte das ich gelesen hab, das mich sehr beeindruckt hat, ist ein in Österreich nicht so bekannter Autor: John Williams-Stoner, 
ist ein gewaltiges Buch.

Richtig grantig macht mich…
…ehrlich gesagt ganz wenig, aber wenn ich meinem bevorzugten Fußballklub zuschau, dann kann das schon passieren. 
Das ist bekanntermaßen die Wiener Austria.

Österreich braucht dringend…
…Veränderungen und jetzt wird entscheidend sein, in welche Richtung die Veränderungen gehen und wer davon profitiert. 
Wir müssen das Gute, das wir haben bewahren, aber mit einem klaren Blick auf die Zukunft.

 

Sebastian Kurz (Liste Sebastian Kurz/ ÖVP)

Wenn ich in einem Kinofilm mitspielen könnte, würde ich…
…ein schlechter Schauspieler sein.

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich…
Das habe ich mir, um ehrlich zu sein, noch nie so recht überlegt.

Wenn ich nicht Politiker wäre, wäre ich…
…wahrscheinlich in der Privatwirtschaft tätig.

Einen Tag tauschen würde ich gerne einmal mit…
Das weiß ich nicht so genau, ich bin eigentlich mit meinem Leben und vor allem mit meiner Tätigkeit sehr zufrieden.

Am liebsten in den Urlaub fahre ich mit…
…meiner Freundin – und ich hoffe eigentlich, dass sie das genauso sieht.

Meine liebste Handy App ist…
…Bergfex – immer nützlich, wenn man im Gelände unterwegs ist.

Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen…
„Die Kunst der Freundschaft“ von Andreas Salcher.

Richtig grantig macht mich…
…im Wahlkampf vor allem, wenn es unsachlich zugeht und man nicht wirklich über Inhalte in der Politik sprechen kann.

Österreich braucht dringend…
…Veränderung.

 

Heinz-Christian Strache (FPÖ)

Als Kind wollte ich immer…
…viel viel Sport betreiben und ich war immer ein sehr sportaffiner Menschen und hab auch Fußball gespielt. Und beruflich: In dem Haus, wo ich groß geworden bin, habe ich immer einen Polizisten getroffen, der ist immer mit seinem Schäferhund nach Hause gekommen und mit dem Hund hab ich relativ rasch Freundschaft geschlossen. Das hat mich so fasziniert, dass ich damals den Wunsch gehabt hab, Polizist und Hundeführer zu werden. Dann hab ich den Hund auch und kann den mit nach Hause nehmen.

Wenn ich in einem Kinofilm mitspielen könnte, würde ich…
…hoffentlich eine gute Rolle bekommen! Wichtig ist ja gerade bei Filmen, dass das auch anspruchsvolle Rollen sind und man dort eine Charakterrolle hoffentlich bekäme. Ich glaube, ich bin durchaus ein Charaktermensch und so gesehen würde mir eine Charakterrolle auch gut stehen.

Wenn ich ein Tier wäre wäre ich…
…dann wäre ich ein Adler, der fliegt in den höchsten Höhen, hat die wundervolle Natur und Landschaft immer im Auge, überblickt alles und hat was majestätisches.

Wenn ich nicht Politiker wäre, wäre ich…
…ich BIN Zahntechniker, war auch Angestellter und Unternehmer und da wäre ich heute nach wie vor auch als Zahntechniker tätig.

Einen Tag tauschen würde ich gerne einmal mit…
…also eigentlich würde ich gar nicht tauschen wollen, ich bin glücklich mit all dem was ich tagtäglich als Mensch erlebe und habe ja tagtäglich die Chance, Dinge, die mir nicht gefallen zu ändern und auch an mir persönlich zu arbeiten. Ich bin sehr zufrieden mit mir 
und möchte eigentlich nicht tauschen.

Am liebsten im den Urlaub fahre ich mit…
…mit meinen Kindern, mit meiner lieben Ehefrau und mit meiner Mutter. Das ist durchaus Tradition, dass wir diese Auszeit, wenn wir einmal die Möglichkeit haben auf Urlaub zu fahren oder zu fliegen, diese Zeit auch gemeinsam zu verbringen und richtig abschalten 
zu können.

Meine liebste Handy App ist…
…da gibts keinen Favoriten. Natürlich hat man Apps und meistens nutze ich sie beruflich und ja, ich bin natürlich wenn ich am Handy bin, bin ich auf Facebook auch aktiv und tätig.

Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen…
…von Michel Houellebecq, „Die Unterwerfung“. Das ist ein unglaublich interessantes Buch, aber auch erschreckend. Das empfehle ich jedem, denn das sollte jedem den aktiven Anstoß geben, dass wir alles tun sollten eine Islamisierung Österreichs und Europas zu verhindern.

Richtig grantig macht mich…
…wenn dann ärgere ich mich über mich selbst, wenn ich mir etwas vornehme und dann nicht schaffe. Oder wenn mir etwas dazwischen kommt, wenn ich gerne meine Kinder oder meine Frau getroffen hätte und dann beruflich verhindert bin.

Österreich braucht dringend…
…eine Ablöse dieser völlig gescheiterten rot-schwarzen Streit-, Chaos- und Stillstandsregierung, die uns in den letzten 10 Jahren so viele Probleme verursacht hat, dass wir uns heute in Fairnesskrisen befinden, in der Sicherheitskrise, in einer Bildungskrise, in einer Wirtschafts- und steuerpolitischen Krise. Wir haben ja Krisen ohne Ende und es wäre daher an der Zeit, und das würden die Österreicherinnen und Österreicher verdienen, dass man das überwinden kann.

 

Ulrike Lunacek (Die Grünen)

Als Kind wollte ich immer…
…Ski fahren gehen.

Wenn ich in einem Kinofilm mitspielen könnte, würde ich…
…mein eigenes Leben verfilmen.

Wenn ich ein Tier wäre wäre ich…
…ein Delphin.

Wenn ich nicht Politiker wäre, wäre ich…
…wahrscheinlich Dolmetscherin (englisch und spanisch) und Journalistin, so wie ich das auch vor meiner politische Karriere war.

Einen Tag tauschen würde ich gerne einmal mit…
…einer tollen Schauspielerin, wie zum Beispiel Penélope Cruz.

Am liebsten im den Urlaub fahre ich mit…
…mit dem Fahrrad und meiner Lebensgefährtin.

Meine liebste Handy App ist…
…eine Radio-App, die meiste genutzte ist Whats App.

Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen…
…von den früheren ÖVP Politiker Ferry Maier und Christian Konrad, geschrieben mit der Julia Ortner, über die Erfahrungen von Ferry Maier und Christian Konrad als Flüchtlingskoordinator in Österreich 2015, wo sie beschreiben, wie tolles geschehen ist von Seiten der Zivilgesellschaft, wie viel da geholfen wurde. Und wo auch beschrieben wurde, was von Seiten der Regierung oder der Verwaltung was nicht oder nicht rechtzeitig getan wurde. Das ist wirklich ein Lehrbeispiel, wie es in Zukunft anders gehen sollte.

Richtig grantig macht mich…
…wenn ich zu früh aufstehen muss.

Österreich braucht dringend…
…Grüne in der Regierung.

 

Matthias Strolz (NEOS)

Als Kind wollte ich immer…
…Lehrer werden. Ich hab damals schon – Flügel heben – einen Zug zur Bildung gehabt.

Wenn ich in einem Kinofilm mitspielen könnte, würde ich…
…bei Herr der Ringe auf der Seite des Lichts kämpfen.

Wenn ich ein Tier wäre wäre ich…
…ein Adler. Ich würd so gern fliegen können, für einen Tag, das wär schön.

Wenn ich nicht Politiker wäre, wäre ich…
…könnte mir vorstellen, dass ich wieder eine Firma gründe, hab auch zwei oder drei Buchideen im Kopf. Da gibts viele Ideen.

Einen Tag tauschen würde ich gerne einmal mit…
…Bono Vox von U2. Ich würde gerne Musik machen können.

Am liebsten in den Urlaub fahre ich mit…
…meiner Familie. Das ist immer eine der schönsten Zeiten im Jahr.

Meine liebste Handy App ist…
…derzeit die Tür zu Tür App von NEOS. Wir besuchen viele Menschen in Österreich und da gibts eine eigene App, wo wir das festhalten und niederschreiben, damit wir uns erinnern, was wir hier besprochen haben und was ist den Menschen wichtig. 
Da tauschen wir uns bei NEOS aus.

Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen…
…“Mein neues Österreich, Heimat großer Chancen“, mein letztes Buch. Jeder, der mir ein Email schreibt, auf matthias.strolz@nullneos.eu und sagt „Schick mir dieses Buch“, der kriegt dieses Buch. Adresse nicht vergessen.

Richtig grantig macht mich…
…wenn in der Politik gelogen wird oder Doppelbödigkeiten. Wenn ich auch sehe, wie mit dem Steuergeld oft umgegangen wird. 
Also zum Beispiel die höchste Parteienförderung Europas und dann gehen diese Typen her und erhöhen sie jedes Jahr. 

Österreich braucht dringend…
…eine Erneuerungskraft, wie wir NEOS sie sind. Eine Kraft, ohne irgendwelche Fußfesseln, ohne Bünde, Vorfelder und Landeshauptleute, die einem im Genick sitzen. 

 

Fragen zu diesem Wahlkampf

Damit sich die Menschen die Mieten und das Wohnen wieder besser leisten können, werde ich…

Christian Kern, SPÖ:

…eine Mietpreis-Obergrenze einführen und dafür sorgen, dass ordentlich gebaut wird und davon, ÖVP und FPÖ zu überzeugen. 
Die brauchen wir, um im Parlament dafür eine Mehrheit zu bekommen.

Sebastian Kurz, ÖVP:

…mich dafür einsetzen, dass in Österreich endlich wieder mehr gebaut wird und somit die Preise sinken. Darüber hinaus 
ist es wichtig, dass der soziale Wohnbau auch für die Leute offen ist, die Unterstützung brauchen.

Heinz-Christian Strache, FPÖ:

…dafür Sorge tragen, dass alle Menschen, die arbeiten, auch endlich wieder durch Steuersenkungen, wenn sie fleißig arbeiten, entsprechend mehr Gehalt bekommen, sich daher auch wieder einen bescheidenen Wohlstand aufbauen können. Und darüber hinaus werden wir sicherstellen, dass im sozialen Wohnbau endlich die Maßnahmen zu setzen sind. Nämlich günstiger zu bauen, mehr soziale Wohnungen zu bauen und sicherzustellen, dass 50, 60 Quadratmeter Wohnungen nicht 600 bis 900 Euro kosten im sozialen Wohnbau, sondern 300 bis 350 Euro. Und damit wir letztlich auch den privaten Markt unter Druck bringen. 

Ulrike Lunacek, Grüne:

…dafür sorgen, dass es Mietzins-Obergrenzen gibt, die gesetzlich festgelegt werden, damit sich die Menschen tatsächlich das Wohnen wieder leisten können und nicht mehr als die Hälfte ihres Einkommens dafür zahlen müssen.

Matthias Strolz, NEOS:

…unermüdlich kämpfen, dass den Menschen mehr Geld in der Geldtasche bleibt. Die werden derzeit abgezockt, wie in kaum einem anderen Land auf diesem Planeten. Mit NEOS ist das Ziel 10 Prozent mehr in der Geldtasche am Monatsende. Eine Toppriorität für die nächste Regierung.

 

Damit wir in Österreich das beste Bildungssystem der Welt bekommen, werde ich…

Christian Kern, SPÖ:

…die Kindergärten ausbauen. Ganz wichtig. Ganztageskindergarten. Ich will, dass alle Familien einen Rechtsanspruch darauf haben, dort auch Qualitätskontrollen einführen mit höheren Qualitätsstandards. Mehr Lehrer engagieren. Das brauchen wir, wir müssen ins Bildungssystem investieren. Und dann auch die Lehrausbildung noch attraktiver machen. Ich will, dass wir in Zukunft für einen Lehrling genauso viel Geld ausgeben, wie wir es zum Beispiel für einen Gymnasiasten tun. 

Sebastian Kurz, ÖVP:

…mich dafür einsetzen, dass es in Österreich Deutsch vor Schuleintritt gibt, damit Kinder, die im österreichsichen Schulssystem sind, auch wirklich gut genug Deutsch können, um dem Unterricht auch folgen zu können.

Heinz-Christian Strache, FPÖ:

…dafür Sorge tragen, dass das Geld wieder bei den Kindern ankommt. Wir zahlen ja sehr sehr viel in unser Bildungssystem, wir sind in der EU führend, wenn es ums Budget geht für Bildung. Es muss die Verwaltung optimiert werden. Es soll Quoten geben in Klassen, dass eben nicht mehr als 20 bis 30 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund in einer Klasse sind. Man muss verpflichtende Deutsch-Vorschulen sicherstellen. Kinder sollen erst dann mit 6 Jahren in die Regelschule zugelassen werden, wenn sie dem Unterricht folgen können. Und natürlich ist es auch wichtig, Förderprogramm zusätzlich anzubieten. 

Ulrike Lunacek, Grüne:

…dafür sorgen, dass wirklich die Kinder von 10 bis 14 Jahren in dieselbe Schule gehen und alle die gleichen Chancen haben. Denn jedes Kind ist sehr gut und jedes Kind hat Potential und ich will setzen auf das, was die Kinder können und nicht auf das, was sie vielleicht auch nicht so gut können. Denn Lernen ist etwas, was jedes Kind gerne macht und insofern braucht es diese gemeinsame Schule und es braucht dafür aber auch die Finanzierung. 

Matthias Strolz, NEOS:

…hoffentlich der nächste Bildungsminister sein. Flügel heben ist unser Herzensthema, ist unsere wichtigste Angelegenheit. Bildung ist der Schlüssel zu einem gelingenden Leben. Ich will, dass wir in der Lehre ansetzen, dass die attraktiver wird. Die Schulen müssen anders ausschauen, die Kindergärten, auf den kleinsten Sesseln sitzen unsere größten Hoffnungen. Da müssen wir viel anschieben und die Parteibücher raushauen aus dem Schulbetrieb. 

 

Das Pensionsantrittsalter in Österreich wird, wenn ich Kanzler bin…

Christian Kern, SPÖ:

…so bleiben, wie es ist. Wir können uns unser Pensionssystem gut leisten. Wir haben in den letzten drei Jahren jedes Jahr weniger dafür ausgegeben, weil wir wirtschaftlich erfolgreich sind, mehr Menschen Beiträge zahlen, mehr Menschen beschäftigt sind und dann geht sich das auch aus, ein gutes Pensionssystem zu finanzieren. 

Sebastian Kurz, ÖVP:

…gleich bleiben und ich werde mich darüber hinaus dafür einsetzen, dass wir gegen Altersarmut ankämpfen.

Heinz-Christian Strache, FPÖ:

…nicht steigen, aber es soll sehr wohl möglich sein, dass Menschen, die in Pension sind, dass die auch daneben arbeiten dürfen 
und sich was dazu verdienen dürfen und nicht diese unsinnigen Deckelungen der Fall sind. 

Ulrike Lunacek, Grüne:

…für Männer ist es 65 und für Frauen wird es ab 2024 dann erhöht werden in Richtung 65. 

Matthias Strolz, NEOS:

…eine persönliche Entscheidung sein, weil wir das schwedische System adaptieren wollen. Der schwedische Staat sagt, lieber Bürger, du kannst ab 61 entscheiden, wann du gehst. Zwischen 61 und 69, mit dem Ergebnis, dass das Pensionsantrittsalter dort 64 ist. Bei uns ist es 61. Lass ma doch die Menschen entscheiden, da sparen wir uns dann Ausgaben im System. 

 

Flüchtlinge in Österreich brauchen…

Christian Kern, SPÖ:

…schnelle, rasche Verfahren und die Möglichkeit, dass sie rasch zu arbeiten beginnen, um hier auch in Österreich Steuern zu zahlen. 

Sebastian Kurz, ÖVP:

…klare Regeln und Gesetze die auch von jedem einzuhalten sind, es braucht Spracherwerb, Einstieg in den Arbeitsmarkt und vor allem auch die Vermittlung unserer Grundwerte, damit das Zusammenleben in Österreich funktionieren kann. Das Wichtigste ist aber, dass wir die illegale Migration stoppen, denn der Erfolg der Integration hängt vor allem auch von der Zahl der zu Integrierenden ab.

Heinz-Christian Strache, FPÖ:

…im Sinne der Genfer Konvention auch wirklich einen Schutzgrund. Und wenn dieser Schutzgrund nicht gegeben ist, dann kann man auch kein Flüchtling im Sinne der Genfer Konvention sein. Schutz und Asyl bedeutet Schutz auf Zeit. Wenn der Fluchtgrund weggefallen ist, kann das nicht sein, so wie das heute unter rot-schwarz gelebt wird, dass man Daueraufenthaltsrecht hat. Nein. Dann hat man auch wieder in seine Heimat zurückzukehren. 

Ulrike Lunacek, Grüne:

…Schutz und brauchen Unterstützung und brauchen rasche Asylverfahren, damit rasch geklärt wird, ob sie bleiben können oder nicht. Aber es braucht auch menschenwürdige Bedingungen für sie, denn sie sind schließlich geflüchtet vor Krieg, vor Folter. Und ganz viele, die auch mit Kindern gekommen sind, da geht es auch darum, dass die Kinder endlich wieder einmal Sicherheit haben. Das brauchen Flüchtlinge insgesamt. 

Matthias Strolz, NEOS:

…Bescheid wissen. Die Regeln müssen glasklar sein. Wenn du bleiben kannst, kannst du bleiben, dann gibts aber auch Rechte und Pflichten. Möglichst rasche Integration, hoffentlich bald ins System einzahlen. Wenn du nicht bleiben kannst, dann rasche Ausreise. 
Wir sind hier nicht klar im Vollzug der Regeln. 

 

Die Terrorgefahr ist in Österreich…

Christian Kern, SPÖ:

…glücklicherweise begrenzt. Wir bereiten uns gut vor, tun da im Hintergrund sehr viel dafür, aber ich denke, dass wir die Situation 
gut im Griff haben. 

Sebastian Kurz, ÖVP:

…genauso vorhanden wie in anderen Ländern auch. Wir sind keine Insel der Seligen, daher müssen wir entschlossen gegen 
den politischen Islamismus ankämpfen, der die Basis ist für Terrorismus.

Heinz-Christian Strache, FPÖ:

…dramatisch gestiegen. Der islamistische Terror ist im Herzen Europas angekommen. Durch das unglaubliche Versagen von europäischen Politikern, angefangen der Frau Merkel mit ihrer unverantwortlichen Willkommenskultur. Wir wollen keine Parallel-
gesellschaften, die da entstanden sind. Und da trägt der ÖVP Parteichef (Sebastian Kurz), der jetzt 7 Jahre Integrationsminister und -staatssekretär war, die Verantwortung, dass es so schlimm und so dramatisch ist, wie nie zuvor. 

Ulrike Lunacek, Grüne:

…nicht sehr groß, sagen auch die Sicherheitsbehörden. 

Matthias Strolz, NEOS:

…zum Glück noch sehr gering. Aber wir müssen wachsam sein. Österreich muss eine wehrhafte Demokratie sein. Manches müssen wir im Gleichschritt mit unseren Nachbarn noch gemeinsam bauen. 

 

Wenn ich Kanzler bin, werde ich mich dafür einsetzen, dass die Grenzen zu Österreich…

Christian Kern, SPÖ:

…offen bleiben. Aber die Voraussetzung ist, dass die EU Außengrenzen geschützt werden. Solange das noch nicht der Fall ist, müssen wir den Polizei- und den Bundesheereinsatz an unseren Grenzen erhöhen, weil wir wollen keine weiteren Wirtschaftsflüchtlinge mehr haben. 

Sebastian Kurz, ÖVP:

…kontrolliert werden, und zwar so lange, bis es endlich funktionierende Außengrenzen der Europäischen Union gibt.

Heinz-Christian Strache, FPÖ:

…selbstverständlich so lange geschützt und kontrolliert und gesichert werden, so lange die europäische Union nicht fähig und nicht willens und im Stande ist die EU Außengrenzen endlich zu schützen. Denn da muss es so wie in Australien, die klare Struktur geben „no way“. Wer versucht rechtswidrig nach Europa zu kommen, der wird aufgegriffen und zurück geschickt. 

Ulrike Lunacek, Grüne:

…offen sind. Das ist eine der großen Errungenschaften in der Union, dass wir ohne an jeder Grenze den Pass zeigen zu müssen reisen können. Aber dafür ist es auch notwendig, dass die Außengrenzen der EU gesichert werden. Und es ist vor allem notwendig, dass wir die Fluchtursachen bekämpfen. Das heißt keine Waffenlieferungen an kriegführende Länder und das heißt vor allem faire Wirtschaftsabkommen mit jenen Ländern, zum Beispiel Westafrikas, wo jetzt viele Leute weg müssen, weil sie dort nicht mehr überleben können. Weil wird über diese Handelsabkommen, die wir haben, ihnen die Lebensgrundlagen genommen haben. 

Matthias Strolz, NEOS:

…hoffentlich wieder aufgehen. Weil ich halte nix davon, dass wir am Walserberg stehen oder am Brenner. Mein Vorschlag ist 
seit eineinhalb Jahren 30.000 Männer und Frauen, europäische Soldaten, an die EU Außengrenze. Wir bewachen die gemeinsam, wir kontrollieren gemeinsam wer kommt. Ich will von jedem einen Fingerprint. Kann ja nicht sein, dass die Leute die Pässe wegwerfen und dann mit verschiedenen Identitäten herumreisen. Das muss ein faires System sein, wir müssen auch die Lasten gemeinsam aufteilen. Wenn hier osteuropäische Staaten sagen, ‚geht mi nix an‘, dann sag ich ihnen ‚geht mich was anderes auch nix an‘ – ‚derzeit bekommts ihr Milliardenhilfen von der EU, dann müssen wir auch darüber reden‘. Wir müssen das neu organisieren. 

 

Steuerlich entlastet werden unter meiner Kanzlerschaft…

Christian Kern, SPÖ:

…4 Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und PensionistInnen, alle unsere KMU‘s mit einer Lohnnebenkostensenkung. Mein Ziel ist es aber auch, dass man das finanzieren muss und da wollen wir viel stärker als bislang Großkonzerne besteuern, die sich in Österreich vor ihrer Steuerlast gedrückt haben, da kann man kein Auge zudrücken. 

Sebastian Kurz, ÖVP:

…vor allem kleinere und mittlere Einkommen. Es muss möglich sein, dass den Menschen, die arbeiten gehen, wieder mehr zum Leben bleibt. Es gibt kaum ein Land in der EU, wo der Unterschied zwischen Brutto- und Nettogehalt so groß ist, wie in Österreich. 
Da muss gegengesteuert werden.

Heinz-Christian Strache, FPÖ:

…alle arbeitenden Menschen. Von den untersten Einkommensschichten angefangen, die Arbeitnehmer, die Angestellten, aber auch die kleineren und mittleren Unternehmer, sprich in den Mittelstand hineingehend, weil das sind die Leistungsträger. Arbeit muss sich wieder lohnen. Wir wollen den Österreicherinnen und Österreichern das zurückbringen, was rot-schwarz ihnen gestohlen hat. 

Ulrike Lunacek, Grüne:

…jene, die in die Energiewende investieren, jene, die Frauen am Arbeitsplatz fördern und jene, die dafür beitragen, dass es ärmeren Bevölkerungsschichten besser geht. 

Matthias Strolz, NEOS:

…alle Menschen in diesem Land. Wir wollen den Faktor Arbeit um 6,6 Milliarden entlasten. Das bedeutet zwischen 600 und 2.000 Euro mehr in der Geldtasche pro Jahr. Warum ‚zwischen‘? Weil wir auch eine Steuerverantwortung-Autonomie für die Gemeinden und die Bundesländer geben und die können ein Stück weit den Steuersatz selbst festlegen. Wenn also Oberösterreich hier einen sparsamen Kurs fährt, bedeutet das 2.000 Euro mehr für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher pro Jahr. Und zusätzlich schaffen wir auch noch manche Bagatellsteuern ab, von Biersteuer bis Sektsteuer und solche Dinge. Auch dort profitieren die Bürgerinnen und Bürger.